☰ Menu eFinancialCareers

WestLB-Mitarbeiter sorgen sich um ihren Arbeitsplatz

Obgleich der WestLB-Verkauf nur im Schneckentempo vorankommt, sorgen sich die Mitarbeiter schon einmal vorsorglich um ihre Arbeitsplätze. Lediglich eine Fusion mit anderen Landesbanken – wie etwa der BayernLB – kann sich die Betriebsratschefin Doris Ludwig in einem Gespräch mit dem Handelsblatt vorstellen: “Eine Fusion wird noch einmal ein bitterer Weg für die Beschäftigten. Allerdings ist das aus unserer Sicht das kleinere Übel, wenn man die Alternativen vergleicht.”

Dabei setzt sich Ludwig vor allem für den Erhalt von Arbeitsplätzen am dezeitigen Hauptsitz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein. “Der Standort Düsseldorf muss bleiben, es sollten auf mittlere Sicht mindestens 3000 Jobs aufseiten der WestLB in Deutschland erhalten bleiben. Aktuell sind es 3500”, fordert Ludwig.

Dagegen wird der Verkauf an eine ausländische Bank oder an einen Finanzinvestor von Arbeitnehmerseite abgelehnt. “Bei einem Verkauf an Dritte, etwa einen chinesischen Investor, befürchten wir dagegen eine Zerschlagung der Bank”, sagte Ludwig dem Handelsblatt.

Die EU-Kommission hat unterdessen der WestLB vorgeworfen, bei der Ausgliederung toxischer Wertpapiere an die öffentlich-rechtliche Bad Bad “Erste Abwicklungsanstalt” sich durch Bilanztricksereien indirekt staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe verschafft zu haben. So sei die Auslagerung toxischer Wertpapiere oberhalb des aktuellen Marktwertes erfolgt. “Es ist eine ziemlich große Summe, 3,4 Mrd. Euro, wenn ich mich recht erinnere”, sagte der zuständige EU-Kommissar Joaquin Almunia.

In diesem Fall hätte es sich um unlautere Beihilfen für die WestLB gehandelt, weshalb Almunia mit einer Verschärfung der EU-Auflagen für den geplanten WestLB-Verkauf droht. Demnach könnte die EU-Kommission einen Verzicht auf weitere Geschäftseinheiten fordern.

Derweil hat WestLB-Chef Dietrich Voigtländer gegenüber der Welt am Sonntag bereits das Feuer pariert: “Wir haben definitiv nicht getrickst. Solche Behauptungen sind falsch, ehrenrührig und nicht akzeptabel.”

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier