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Gute Geschäfte: Jeder Mitarbeiter der Hannover Rück sorgt für einen Gewinn von 267.000 Euro

Der Hauptsitz von Hannover Rück.

Der Hauptsitz von Hannover Rück.

An den großen Erfolg des ersten Quartals konnte die Hannover Rück im zweiten Quartal nicht anknüpfen. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,2 Prozent auf 204 Mio. Euro an. Der Reingewinn purzelte sogar um 13,4 Prozent auf 144 Mio. Euro. Damit unterbot sie die Prognosen der Analysten.

Besser sieht es hingegen für die ersten sechs Monate des Jahres aus. „Das erste Halbjahr ist für uns insgesamt erfreulich verlaufen. Sowohl das operative Ergebnis als auch der Konzerngewinn liegen deutlich oberhalb der Vergleichswerte des Vorjahrs“, sagte Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin.

So wuchs das operative Ergebnis von Januar bis Juni um stolze 140 Prozent auf 597,2 Mio. Euro. Während die Prämieneinnahmen um 14 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro zulegten, verminderte sich die Schadens-/Kostenquote deutlich von 110,3 auf 96,8 Prozent. Die Hannover Rück musste also weniger Großschadensereignisse als im Vorjahr verkraften.

Welche Höhe der Geldsegen bei der Hannover Rück tatsächlich erreicht hat, zeigt sich, wenn man das operative Ergebnis auf die Mitarbeiterzahl umlegt. Denn der Rückversicherungskonzern beschäftigte im ersten Halbjahr gerade einmal 2237 Mitarbeiter, was 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Rein rechnerisch trug jeder Mitarbeiter also etwa 267.000 Euro zum operativen Ergebnis bei – im ersten Halbjahr 2011 waren es noch 112.600 Euro gewesen.

Damit erweist sich das Rückversicherungsgeschäft abermals als lukrativer als so manches Investmentbanking. Beispielsweise generierten die Investmentbanker der Deutschen Bank pro Kopf lediglich einen Vorsteuergewinn von gut 187.000 Euro und damit nur gut die Hälfte wie die Mitarbeiter der Hannover Rück.

Auch bei der Bezahlung scheint es bei den Niedersachsen kräftig bergauf zu gehen. Der Personalaufwand legte binnen Jahresfrist um 17,9 Prozent auf 112,7 Mio. Euro zu. Die Hannover Rück ließ also für jeden Beschäftigten im ersten Halbjahr durchschnittlich 50.400 Euro springen, was immerhin 16,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Mit so wenig Geld würden sich Investmentbanker indes kaum begnügen. Mit gut 198.000 Euro wandte z.B. die Deutsche Bank nahezu das Vierfache für ihre Investmentbanker auf.

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