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Neues aus der Gerüchteküche: Wird die UBS weitere 2000 Investmentbanker vor die Tür setzen?

Bei der UBS scheinen womöglich weitere Einschnitte beim Personal anzustehen.  Wie wir in der vergangenen Woche berichteten, hat das UBS-Investmentbanking im zweiten Quartal Verluste eingefahren und die Kostenertragsquote erreichte ungesunde 108 Prozent. Da die allgemeinen Verwaltungskosten steigen und der Anteil der Festgehälter an der Gesamtvergütung einen Anteil von etwa 84 Prozent in dem Geschäftsbereich erreicht, scheint der UBS als letzter Option ein Personalabbau offenzustehen. Denn im zweiten Quartal fielen die Kosten um 130 Mio. Franken zu hoch aus. Bei dem derzeitigen Vergütungsniveau würde dies einem Abbau von 1600 Stellen gleichkommen, damit die Sparte in die schwarzen Zahlen zurückkehrt.

Laut einem Headhunter scheint die UBS vielleicht sogar noch einen Schritt weiter zu gehen. „Es wurde intern noch nicht angekündigt, doch wir hören von Führungskräften, dass die UBS einen weiteren Stellenabbau von 2000 Stellen in den kommenden Wochen ankündigen wird“, behauptet ein Londoner Recruiter. „Jeder ist unter Druck, der Abbau wird über das gesamte Geschäft stattfinden“, ergänzt der Recruiter.

Die UBS wollte diese Spekulationen nicht kommentieren. Doch bei der Präsentation der Ergebnisse für das zweite Quartal sagte UBS-Chef Sergio Ermotti, dass die UBS den bis 2013 geplanten Stellenabbau bereits umgesetzt habe, doch dass dies nicht das Ende sei und weitere Maßnahmen zur Kostensenkung erforderlich wären.

Das Auf und Ab bei der Mitarbeiterzahl

Nachdem die UBS in der Krise zwischen Ende 2007 und Ende 2009 6300 Stellen oder 29 Prozent ihres Investmentbanking-Personals abgebaut hatte, erhöhte das Institut in 2010 die Mitarbeiterzahl in der Sparte wieder. Die Einstellungen wurden bis ins dritte Quartal des vergangenen Jahres fortgesetzt, bevor der Trend wiederum kippte. Seither hat die UBS die Zahl ihrer Investmentbanker um 1446 vermindert.

Am Ende des zweiten Quartals lag die Mitarbeiterzahl der Sparte noch bei 16.432, was rund 700 mehr als Ende 2009 waren. Falls die UBS tatsächlich weitere 2000 Stellen streichen würde, dann würde das Institut auf die Größe von Warburg Dillon Read um das Jahr 1998 schrumpfen, als nach der Asienkrise zwischen 1997 und 1998 22 Prozent des Personals abgebaut wurden. Dies würde mit Ermottis Äußerung übereinstimmen, dass das Investmentbanking-Umfeld demjenigen Mitte der 90er Jahre gleiche.  Doch einige UBS Insider halten unterdessen einen so hohen Stellenabbau für unwahrscheinlich. Die Zahl von 16.000 Stellen bis Jahresende sei wesentlich wahrscheinlicher.

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