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Geldscheffeln mit Immobilien: Welche Mitarbeiter bei der Landesbank Berlin ihr Geld wert sind

LBB

Eigentlich sind die Ergebnisse der Landesbank Berlin (LBB) im ersten Halbjahr gewohnt solide ausgefallen.  So ist das Vorsteuerergebnis um 4,1 Prozent auf 101 Mio. Euro angestiegen, wie das sparkasseneigene Institut am heutigen Dienstag (7. August) mitteilte. Dies kann sich angesichts der Marktentwicklung durchaus sehen lassen.

Die Zahl der Vollzeitstellen sank seit Jahresende um 46 auf 5885, während der Personalaufwand um winzige 1 Prozent auf 262 Mio. Euro zulegte. Mithin ließ die LBB für jeden Mitarbeiter zwischen Januar und Juni gut 44.500 Euro springen, was 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr waren.

Erstaunlich hingegen, wie sich die Gewinne und Mitarbeiterzahlen auf die unterschiedlichen Geschäftsbereiche verteilen. So beschäftigt die LBB beispielsweise im Privatkundengeschäft 2155 Mitarbeiter, die allerdings zum Vorsteuerergebnis der Bank verschwindende 11 Mio. Euro beitrugen. Im Vorjahr waren es noch 82 Mio. Euro gewesen.  Somit war jeder einzelne Beschäftigte gerade einmal für ein Vorsteuerergebnis von etwa 5100 Euro verantwortlich. Folglich fiel die Kostenertragsquote mit 83 Prozent relativ hoch aus.

Etwas besser sieht es hingegen im Firmengeschäft aus. Dort erwirtschaftete die LBB einen Vorsteuergewinn von 30 Mio. Euro, was ein Minus von 36,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Allerdings waren für den kleineren Geldsegen gerade einmal 270 Mitarbeiter verantwortlich, womit jeder Beschäftigte rein rechnerisch einen Vorsteuergewinn von 111.111 Euro generierte. Auf diese Weise war ein Mitarbeiter im Firmenkundengeschäft 20mal so viel wert wie ein Mitarbeiter aus dem Privatkundengeschäft. Entsprechend fiel auch die Kostenertragsquote mit 56,4 Prozent moderat aus.

Doch noch weiter klaffen die Ergebnisse im Vergleich zur Immobilienfinanzierung auseinander. Dort erzielte die LBB einen Vorsteuergewinn von 135 Mio. Euro, was eine Steigerung von 48,4 Prozent bedeutet.  Da in dem Geschäftsbereich 423 Stellen ausgewiesen werden, war jeder Beschäftigte für einen Vorsteuergewinn pro Kopf von stolzen 319.149 Euro verantwortlich. Auf solche Werte kommt heutzutage kaum eine Investmentbank. Damit war jeder Mitarbeiter aus dem Immobiliengeschäft das Dreifache eines Kollegen aus dem Firmenkundengeschäft und das 62fache eines Kollegen aus dem Privatkundengeschäft wert. Die Kostenertragsquote von 28,9 Prozent fiel somit sehr niedrig aus.

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