☰ Menu eFinancialCareers

HSBC Trinkaus gibt sich verhalten optimistisch: „Wir stellen dieses Jahr auch ein“

Angesichts des turbulenten Marktumfeldes konnte HSBC Trinkaus im ersten Halbjahr ein ansehnliches Ergebnis erwirtschaften.  So verminderte sich das Vorsteuerergebnis lediglich um 5,7 Prozent auf 120,2 Mio. Euro, wie die Düsseldorfer Tochter des britischen Bankengiganten HSBC jetzt bekanntgab.

Dennoch will das Unternehmen im Zuge einer Umstrukturierung bis zu 129 oder 5 Prozent seiner 2577 Stellen abbauen.  Aus diesem Grund stieg auch der Personalaufwand von Januar bis Juni um 15,9 Prozent auf 178,7 Mio. Euro an. Denn dort wurden Rückstellungen für die anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen gebildet. HSBC Trinkaus beteuerte unterdessen, dass der Personalabbau sozialverträglich – z.B. über Vorruhestandsregelungen – erfolgen werde.

Allerdings stünden dem Stellenabbau, auch eine Aufbau in anderen Bereichen gegenüber, so dass der Abbau „netto“ ganz gering ausfalle. „Wir stellen dieses Jahr auch ein“, betonte ein Unternehmenssprecher.

Der Anstieg des Personalaufwands dürfte auch maßgeblich für den geringeren Vorsteuergewinn verantwortlich sein. Denn die Ertragsseite kann sich durchaus sehen lassen. So legte der Zinsüberschuss um 19,9 Prozent auf 89,2 Mio. Euro zu und das Handelsergebnis kletterte sogar um 57,1 Prozent auf 112,3 Mio. Euro. Die Bank profitierte u.a. von einer deutlich geringeren Risikovorsorge. Lediglich beim Provisionsüberschuss mussten die Düsseldorfer ein kleines Minus von 3,1 Prozent auf 190,9 Mio. Euro verkraften.

Für die nähere Zukunft zeigte sich HSBC Trinkaus-Chef Andreas Schmitz optimistisch: „Bange machen gilt nicht, wir gehen mit Grundvertrauen ins zweite Halbjahr.“  Eine Besserung in Equity Capital Markets sieht die Bank vorerst nicht. Allerdings werde das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen für einen gewissen Ausgleich sorgen.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier