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Was Vontobel-Mitarbeiter verdienen und andere wichtige Fakten aus dem Halbjahresbericht

Vontobel-Chef Zeno Staub.

Vontobel-Chef Zeno Staub.

Bei Vontobel purzeln die Gewinne und dennoch werden die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Vor allem das Asset Management kann mit einem guten Ergebnis glänzen. Laut dem am heutigen Freitag (27. Juli) vorgelegten Geschäftszahlen ist der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 79,9 Mio. Franken gefallen. Hauptverantwortlich hierfür waren die Staatsschuldenkrise und die geringere Kundenaktivität, die vor allem das Investmentbanking belasteten. Vontobel konnte im ersten Halbjahr einen Nettoneugeldzufluss von 5,5 Mrd. Franken verzeichnen. Konkret:

In der Gesamtbank ist der Vorsteuergewinn pro Kopf um 13 Prozent auf etwa 56.600 Franken gesunken. Entsprechend hat das Zürcher Bankhaus den Rotstift auch bei den Mitarbeitern angesetzt. Dabei hat sich die Mitarbeiterzahl seit dem Jahresende kaum verändert. Allerdings erhalten die Beschäftigten weniger Geld. Der Personalaufwand wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf gut 136.500 Franken vermindert.  Die Kostenertragsquote verschlechterte sich auf fast 80 Prozent. Bis 2014 will das Institut diese Quote auf unter 75 Prozent drücken.

Quelle: Vontobel-Halbjahresbericht 2012

Kräftig bergab ging es vor allem im Investmentbanking. Dort brach der Vorsteuergewinn um 42 Prozent auf 76 Mio. Franken ein. Pro Kopf generierten die Investmentbanker einen Vorsteuergewinn von rund 132.500 Franken, womit das Investmentbanking auch weiterhin die Cashcow des Hauses bleibt. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes fiel die Kostenertragsquote mit 66,4 Prozent ganz passabel aus. Die Bank strich indes die Personalkosten pro Kopf im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um ein Viertel auf gut 125.000 Franken zusammen. Die schlimmsten Befürchtungen über die Geschäftsentwicklung der Sparte sind somit nicht eingetreten.

Quelle: Vontobel-Halbjahresbericht 2012

Dagegen konnte das Asset Management mit einem kräftigen Gewinnanstieg glänzen. Der Vorsteuergewinn verdoppelte sich nahezu auf 34,7 Mio. Franken.  Trotz dieses Erfolgs liegt der Vorsteuergewinn pro Kopf mit rund 121.000 Franken immer noch unter demjenigen der Investmentbanker. Bei der Bezahlung konnten die Asset Manager indes die Kollegen aus dem Investmentbanking deutlich abhängen. So ließ Vontobel für jeden Mitarbeiter der Sparte durchschnittlich gut 197.000 Franken springen, was 18,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Die Kostenertragsquote belief sich von Januar bis Juni auf 72,4 Prozent.

Quelle: Vontobel-Halbjahresbericht 2012

Auch das Private Banking bekam die Krise zu spüren. Der Vorsteuergewinn im Geschäft mit vermögenden Privatkunden stürzte um 25 Prozent auf 15,2 Mio. Franken ab, womit jeder Private Banker durchschnittlich mit gut 40.000 Franken zum Vorsteuergewinn beitrug. Entsprechend gab die Bank für jeden Mitarbeiter nur noch gut 112.000 Franken aus, was fast 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum waren. Die Kostenertragsquote verschlechterte sich weiter von 83,1 auf 85,9 Prozent.

Laut Vontobel-Chef Zeno Staub habe sich das „integrierte Geschäftsmodell“ in schwieriger Zeit bewährt: „Besondere Erwähnung verdient der Umstand, dass unser Haus in der Berichtsperiode über die Hälfte des Vorsteuergewinns im Bereich Wealth Management, also im Private Banking und im Asset Management, erwirtschaftet hat.“ Staub hält am Ziel fest, in 2014 einen Betriebsertrag von 1 Mrd. Franken zu erzielen.

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