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NordLB will bis zu 650 Stellen streichen

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Die NordLB hat die Finanzkrise vergleichsweise unbeschadet überstanden und auch um den branchenüblichen Kahlschlag unter den Mitarbeitern kamen die Hannoveraner bislang herum. Doch diese Zeiten scheinen passé zu sein. So will die NordLB in den kommenden Jahren bis zu 650 ihrer noch rund 7300 Mitarbeiter abbauen.

Laut einem Banksprecher will das Institut indes auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und den Abbau vielmehr durch Vorruhestandsregelungen und auslaufende Stellen erreichen. Allerdings wurde nicht verraten, bis wann der Abbau umgesetzt werden soll und welche Bereiche der NordLB von dem Kahlschlag betroffen sein werden.

„Wir wollen die Verwaltungskosten stabilisieren auf dem Niveau von 1,1 Mrd. Euro und haustintern weitere Effizienzpotenziale heben. Das ist seit zwei Jahren ein Thema“, ergänzte der Banksprecher.

Die Hilfe zur Aufstockung des Eigenkapitals der NordLB hatte die EU-Kommission als Beihilfe gewertet und im Gegenzug einen Abbau der Bilanzsumme gefordert. Dennoch gebe es keinen direkten Zusammenhang zwischen EU-Auflagen und Stellenabbau. „Das sind Planungen der Bank selbst, die auch mit den Eigentümern so verabredet sind. Aber wir haben der EU-Kommission eben auch unsere Strategie vorgelegt, das Kostenziel genannt und verbindlich zugesagt, dass wir es umsetzen“, hieß es weiter. Auf welchem Weg die Bank die Einsparziele erreiche, liege im eigenen Ermessen. Da allerdings der Personalaufwand bei Banken üblicherweise den Hauptkostenfaktor darstellt,  führt bei Kostensenkungen zumeist kein Weg an einem Personalabbau vorbei.

Doch auch die Eigner der NordLB werden in den kommenden Jahren leer ausgehen. „Wir werden zwei Jahre keine Dividende an unsere Träger ausschütten“, kündigte NordLB-Chef Gunter Dunkel gegenüber der Börsen-Zeitung an. Die einbehaltenen Gewinne sollen das Eigenkapital stärken.

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