☰ Menu eFinancialCareers

Was die Mitarbeiter verdienen und andere wichtige Fakten aus dem Quartalsbericht der Credit Suisse

Der Hauptsitz der Credit Suisse am mondänen Zürcher Paradeplatz.

Der Hauptsitz der Credit Suisse am mondänen Zürcher Paradeplatz.

Bei der vorgezogenen Präsentation ihrer Geschäftszahlen für das zweite Quartal in der vergangenen Woche hatte die Credit Suisse für ihre Mitarbeiter eine gute und eine schlechte Nachricht parat: Der Vorsteuergewinn ist mit 1,1 Mrd. Franken überraschend gut ausgefallen und die jährlichen Kosten sollen um eine weitere Milliarde Franken gedrückt werden.

Zwischenzeitlich hat der Zürcher Bankenriese am heutigen Dienstag (24. Juli) seinen gesamten Quartalsbericht veröffentlicht. Hier die wichtigsten Fakten:

Von wegen Investmentbanking: Bei der Credit Suisse kassieren Asset Manager am meisten

Für jeden ihrer Mitarbeiter im Asset Management ließ die Credit Suisse allein im zweiten Quartal gut 88.000 Franken springen, was 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Damit  sind die Asset Manager ihren Kollegen aus dem Investmentbanking nicht nur um eine Nasenlänge voraus. So strichen die Investmentbanker zwischen April und Juni lediglich gut 70.700 Franken ein, was rein nominell einer Steigerung von 5,9 Prozent gleichkommt. Allerdings dürften die Realitäten ein weniger trister aussehen. Denn der Personalabbau fiel in der Sparte besonders hoch aus, womit auch die Abfindungszahlungen den Personalaufwand in die Höhe treiben dürften.

Quelle: Credit Suisse-Quartalsbericht

Asset Manager holen das meiste Geld rein

Tatsächlich scheinen die Asset Manager ihre üppigere Vergütung auch verdient zu haben. Jeder Mitarbeiter der Sparte trug durchschnittlich mit gut 45.800 Franken zum Vorsteuergewinn bei. Im Private Banking waren es gut 32.500 Franken und in Investmentbanking magere 18.600 Franken. Wenn man indes die unterschiedliche Größe der Geschäftsbereiche berücksichtigt, stellt das Private Banking die Cashcow des Unternehmens dar. Denn rund 70 Prozent des konzernweiten Vorsteuergewinns wurden in diesem Geschäftsbereich erzielt.

Quelle: Credit Suisse-Quartalsbericht

Beim Stellenabbau liegt das Investmentbanking vorn

Wie angekündigt hat die Credit Suisse binnen eines Jahres 2500 Stellen abgebaut. Mit 1300 Jobs entfiel das Gros des Personalabbaus auf das kriselnde Investmentbanking. Obgleich die Geschäfte im Private Banking vergleichsweise gut liefen, wurden hier ebenfalls 1100 Stellen gestrichen. Die restlichen 100 Stellen entfielen auf das Asset Management.

Quelle: Credit Suisse-Quartalsbericht

Die Credit Suisse hat ein Kostenproblem

Die Kostenertragsquote offenbart, dass die Bank zumindest im Investmentbanking ein ernstes Kostenproblem aufweist. So muss die Credit Suisse in ihrem Investmentbanking über 87 Rappen aufwenden, um einen Franken zu generieren. Im Asset Management waren es vergleichsweise moderate 76 Rappen und im Private Banking nur 70 Rappen. Somit dürften die zusätzlichen Kosteneinsparungen von einer Milliarde Franken vor allem die Investmentbanker treffen.

Quelle: Credit Suisse-Quartalsbericht

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier