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Worin heute der Joballtag von Aktienanalysten besteht

Die Berichte von Aktienanalysten werden immer länger.

Die Berichte von Aktienanalysten werden immer länger.

Sind Sie ein Student und denken darüber nach, in der Aktienanalyse anzufangen? Doch was umfasst der Joballtag eines Aktienanalysten heutzutage? Glücklicherweise hat die Nachrichtenagentur Bloomberg einige Senior Equity Researcher hiernach befragt, was einige interessante Einblicke in ihre Arbeit erlaubt. Wir haben zusammengestellt, was Sie wissen sollten:

1. Heutzutage geht es im Equity Research darum, große makroökonomische Entwicklungen – die sogenannten Secular Trends zu ermitteln

Laut den Aktienanalysten fällt es den Kunden sehr schwer, mit der Analyse einzelner Aktien Geld zu verdienen. Seitdem die Krise in 2007 begann, dreht sich alles darum, makroökonomische Probleme herauszuarbeiten.

„Es ist wesentlich schwieriger geworden, auf kurze Sicht Geld mit einzelnen Aktien zu verdienen“, sagt Stephen Penwell, Director Equity Research Nord Amerika von Morgan Stanley. „Sie müssen säkulare Trends identifizieren“, ergänzt Penwell.

2. Die besten Analysten schreiben keine Reports über einzelne Aktien, sondern große, tiefschürfende Studien über globale Branchen

Laut Bloomberg sind die Analysten heutzutage mehr damit beschäftigt, am laufenden Band erschöpfende Studien über Trends und Branchen zu produzieren, wozu Kollegen von verschiedenen Kontinenten beitragen. „Unser Geschäft besteht darin, die Punkte miteinander zu verbinden“, sagt David Bleustein, Chef des US-Equity Research der UBS. „Wir können Ihnen sagen, welche Auswirkungen ein Streik der Hafenarbeiter in Australien auf ein US-Kohleproduzenten hat“, ergänzt Bleustein.

3. Aktienanalysten mutieren zu Marktanalysten – nur dass sie analytischer vorgehen

Bloomberg verweist auf eine Studie unter 14.500 Verbrauchern in Brasilien, Russland und anderen Schwellenländern, die in Frühjahr von Credit Suisse und dem Marktforschungsunternehmen Nielsen durchgeführt worden ist. Diese untersuchte alles – von Parfüm-Käufen bis hin zu Kreditkartenschulden.

„Heute müssen Sie investigativ vorgehen“, sagt Stefano Natella, Co-Head Securities Research and Analytics bei der Credit Suisse. „Wir schauen auf globale Themen, die zerstörerisch sind und sich auf ganze Sektoren auswirken“, betont Natella.

4. Aktienanalysten  müssen große Themen finden und Unternehmen, die dazu passen

„Sie wollen die Themen identifizieren, mit denen Ihre Kunden Geld verdienen können und anschließend die Unternehmen ausfindig machen, die das Thema am besten hebeln können“, sagte Kash Rangan, Analyst der Bank of America.

5. Es ist von Vorteil Ideen zu haben, die sich von anderen unterscheiden

Rod Lache, Analyst für die Automobilindustrie bei der Deutschen Bank erzählte Bloomberg, dass es darum gehe, entgegengesetzte Meinungen zu vertreten: „Wir versuchen Querdenker zu sein“, sagte Lache. „Dies ist die Weise, wie Sie in diesem Marktgebiet Geld verdienen.“

6. Analysten sind auch weiterhin sehr wichtig, doch sie erhalten weniger Geld und müssen härter arbeiten

Mitunter wird behauptet, dass die Aktienanalyse tot sei. Denn es handelt sich um Kosten und die kostenbewussten Kunden wollen nicht zahlen. Doch das scheint nicht zuzutreffen. „Der Niedergang des Wall Street-Research wird weit überbewertet“, sagt der Chef der Aktienanalyse für Amerika Noelle Grainger von JPMorgan. „Es besteht auch weiterhin ein Bedarf an hochqualitativen Talenten. Denn Investoren wollen wissen, was in der Branche vor sich geht.“

Andererseits fallen die Provisionen, es gibt immer mehr passive Investments und daher werden die Aktienanalysten schlechter bezahlt. In den USA ist die Vergütung seit 2007 um 20 Prozent gefallen.

Und darüber hinaus sind neue Aufgaben für die Analysten hinzugekommen, wie z.B. die Investoren bei einem Kundenbesuch zu begleiten. Bei der Aktienanalyse gehe es um das richtige Marketing des eigenen Research während des Tages und das Verfassen am Abend, klagte jüngst ein Analyst.

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