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Rekrutierungsprozess der Big 5

Auf Absolventen zugeschnittenes Recruiting im Consulting

Für Hochschulabsolventen, die einen Einstieg in die Wirtschaftsprüfung planen, bieten sich bei den großen 5 der Branche glänzende Chancen. Am besten fährt, wer sich gewissenhaft auf den Bewerbungsprozess vorbereitet und weiß, wo er hin will – und wie er dort hinkommen kann.


Die Bewerbung

Der Bewerbungsprozess der Big 5 der deutschen Auditbranche ist optimal auf Hochschulabsolventen abgestimmt. Am liebsten sind den Personalverantwortlichen von KPMG, Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers (PwC), Deloitte & Touche und BDO Online-Bewerbungen. Die formulargestützten Online-Bewerbungstools, die bis auf BDO alle Großen anbieten, reduzieren nicht nur die Papierberge in den HR-Abteilungen, sondern helfen den Bewerbern, unvollständige Bewerbungen zu vermeiden und ermöglichen zugleich eine
schnelle Rückantwort, oft innerhalb weniger Wochen.

Wichtig: Die Bewerbung sollte in der Regel drei bis sechs Monate vor geplanter Arbeitsaufnahme eingereicht werden. Der genaue Termin sollte unbedingt erfragt werden. Diese und weitere Informationen finden sich auf den meist sehr umfangreichen Internetseiten rund um den Berufseinstieg, die die Big 5 anbieten.

Das Interview

Der nächste Schritt im Bewerbungsprozess ist das Interview. Beim Direkteinstieg ist dies in der Regel ein persönliches Gespräch mit einem Partner der Niederlassung, für die ein Kandidat arbeiten möchte, und gegebenenfalls einem Verantwortlichen aus der Human Resource-Abteilung.

Die Vertreter der Arbeitgeberseite versuchen die Persönlichkeit der Kandidaten mittels allgemeiner Fragen zur Person und einzelnen Abschnitten des Lebenslaufs zu durchleuchten. Zudem werden auch die bereits vorhandenen Fachkenntnisse ausgelotet sowie die Frage nach der Motivation, also warum sich ein Bewerber für dieses spezielle Stellenangebot und das jeweilige Unternehmen interessiert. Die Bewerber sollten dieses Gespräch auch unbedingt dazu nutzen, alle ihre offenen Fragen zum Unternehmen, den Karrierechancen, den zukünftigen Aufgaben und dem potenziellen Team zu klären.

Nicht selten folgt dem ersten Gespräch ein weiteres, um beispielsweise zukünftige Kollegen in den Auswahlprozess zu integrieren.


Der Einstieg

Für einen Einstieg über ein Traineeprogramm können sich angehende Prüfer zumeist im Rahmen von Bewerbertagen oder Assessment-Centern empfehlen. Einer Einladung zu solchen mehrtägigen “Sichtungs”-veranstaltungen geht – abhängig von der jeweiligen Gesellschaft – manchmal ein ausführliches Telefoninterview voraus, in dem der erste positive Eindruck aus den Bewerbungsunterlagen untermauert werden sollte.

Der Einstieg in die Wirtschaftsprüfung gelingt am leichtesten denjenigen, die ihren potenziellen Arbeitgeber im Rahmen eines Praktikums von ihren Fähigkeiten überzeugen können. Diese Möglichkeit bieten alle großen Gesellschaften ihren potenziellen Bewerbern an. Bei Ernst & Young, PwC und BDO dauert ein Praktikum mindestens sechs Wochen, Deloitte und KPMG geben acht Wochen als Minimum an. Dabei gilt das Motto “je länger, je lieber”.

Mit Hilfstätigkeiten müssen sich die Praktikanten in allen Big 5-Unternehmen nicht aufhalten. Vielmehr werden wirkliche Praxiserfahrungen der täglichen Arbeit in den Teams vor Ort beim Mandanten vermittelt, unterstützt durch einführende und begleitende Veranstaltungen. Daher werden die Praktika auch zumeist während der “Busy Season” vergeben, also zwischen September und April.

“Ich war direkt auf verschiedenen Mandaten eingesetzt und habe dort im Rahmen von Jahresabschlussprüfungen teilweise eigenständig einzelne Prüffelder bearbeitet”, erinnert sich der Hamburger Benjamin Röhe an sein 6-monatiges Praktikum bei PwC.

Ob “highQ” von KPMG, “Xperience” von Ernst & Young, Deloittes “Bonding the Best” oder das zweistufige “Keep in touch” (KIT)-Programm von PwC – die Aufnahme in die Förderprogramme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bieten herausragenden Praktikanten die besten Voraussetzungen für einen späteren Berufseinstieg.

Nachwuchsbindung

Für diese Programme werden die besten Absolventen der Praktikantenprogramme von den Partnern der Bereiche, in denen sie ihr Praktikum absolviert haben, vorgeschlagen. Ist diese Hürde genommen, werden die für förderungswürdig Erachteten mit Seminaren, Weiterbildungsmöglichkeiten, Stellenangeboten, dem Zugang zu Bibliothekenund sonstigen Hilfestellungen unterstützt. Mit diesen Maßnahmen möchten die Gesellschaften den aussichtsreichsten Nachwuchs weiter mit dem Unternehmen zusammenschweißen und sich so einen Vorsprung im “War of talents” sichern.

Mitunter erfolgt die Bindung talentierter Nachwuchskräfte an den potenziellen Arbeitgeber sogar noch früher. KPMG beispielsweise bietet bereits Programme für Abiturienten an. Dies ist zum einen ein duales Studium an der Stuttgarter Berufsakademie, das zugleich eine Praxisausbildung in der Stuttgarter KPMG-Niederlassung garantiert. 2006 bietet die Frankfurter Business School of Finance & Management (HfB) zudem erstmals ein von KPMG begleitetes und teilweise gesponsertes Bachelor-Studium mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung für Banken, Versicherungen und Asset Management an.

“Unser Ziel ist es, junge interessierte Talente bereits nach dem Abitur oder nach einer kaufmännischen Berufsausbildung für das Thema Wirtschaftsprüfung zu begeistern und an uns zu binden”, betont KPMG-Vorstand Professor Dr. Gerd Geib.

Der eigentliche Berufseinstieg für Absolventen geschieht entweder per Direkteinstieg als Assistent oder über ein Traineeprogramm. Bei beiden Wegen steht nach kurzer Schulungsphase die sofortige Aufnahme der praktischen Arbeit am Anfang – “Learning by doing”. Der Nachwuchs
wird von Beginn an in Prüfungsteams integriert und bearbeitet schon bald selbstständig Einzelprojekte.

“Das ist für Neueinsteiger der Sprung ins kalte Wasser”, erinnert sich Jana Wunder, inzwischen Audit Senior im Bereich Audit Financial Services bei KPMG.

Trainees stehen im Vergleich zu Direkteinsteigern mehr Möglichkeiten offen. “Als Trainee hat man das Gefühl, zu einer auserwählten Truppe zu gehören”, meint auch Gesa Schütz, Teilnehmerin am 18-monatigen AuditPLUS-Programm von Ernst & Young.

Auslandsaufenthalte, besondere Unterstützung durch spezielle Mentoren, Schulungen und besonders der Einblick in verschiedene Unternehmensbereiche gehören zu den Vorteilen der Trainees. Ein Beispiel hierfür ist auch das Programm “Two Worlds – One Program” von PwC, das den Trainees in zwei Jahren einen Einblick sowohl in die Wirtschaftsprüfung als auch in die Transaktionsberatung bietet.

Auch Direkteinsteiger werden nicht allein gelassen. Bei allen Unternehmen stehen den Neulingen, die als Prüfungsassistenten ihren Beruf aufnehmen, erfahrene Kollegen als Mentoren zur Verfügung. Zudem ist die Personalentwicklung in den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften auf engen Kontakt zwischen den Prüfern und ihren Vorgesetzten und Personalverantwortlichen angewiesen. Zumeist wird mit jedem Mitarbeiter ein individueller Karriereplan festgelegt, der mit kontinuierlichen, persönlichen und fachlichen Weiterbildungsmaßnahmen umgesetzt wird.

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