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Auslandsgeheimdienst bei jungen Berufstätigen beliebter als Goldman Sachs

Der Traum von einer Karriere als Banker ist für viele “Young Professionals” erst einmal beendet. Behauptet jedenfalls das Manager Magazin und beruft sich dabei auf eine Umfrage unter 3.000 Teilnehmern, die das Blatt selbst in Auftrag gegeben hat.

Finanzdienstleister stehen demnach bei jungen Berufstätigen mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung nicht sehr hoch im Kurs. Statt dessen fährt die nicht minder krisengeschüttelte Autobranche auf der Image-Überholspur, aber nicht etwa Brot- und Butterhersteller wie VW und Ford, sondern Premiummarken wie Porsche und Audi.

Das Image des Bankensektors hat der Studie zufolge aber erheblich an Glanz verloren. Unter den 30 beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland findet sich nicht ein einziger Finanzdienstleister. Erst auf Platz 39 rangiert mit der Deutschen Bank ein Repräsentant jener Spezies, die vor allem wegen der Finanzkrise für junge Berufstätige als künftiger Arbeitgeber uninteressant sein soll. Übrigens weit abgeschlagen hinter Behörden wie dem Außenministerium und (halb-)staatlichen Einrichtungen wie der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Fraunhofer Gesellschaft und der ARD.

Der globale Prototyp des Investmentbanking, Goldman Sachs, folgt sogar erst auf Rang 42 – ausgerechnet hinter dem Aushängeschild für deutsche Schnüffelei im Ausland, dem geheimnisumwobenen Bundesnachrichtendienst.

UBS und Credit Suisse, zwei eidgenössische Finanzdienstleister mit hoher weltweiter Bekanntheit, sind bei Berufsanfängern und Jungmanagern nicht wohl gelitten und landen auf den 76 und 80.

Selbst wenn man die Gruppe deutlich enger fasst und nur die sogenannten High Potentials mit einem Jahreseinkommen jenseits der 80.000-Euro-Schwelle befragt, ändert sich für die Banken nicht viel. Auch hier landet die Deutsche Bank auf einem undankbaren Platz – hinter gleich drei Unternehmensberatungen und – was für den deutschen Branchenprimus noch schlimmer ist – hinter Goldman Sachs und der Lufthansa.

Wobei gerade die Gutverdiener weniger an Sicherheit interessiert sind, als vielmehr an einer interessanten Karriere. Und da versprechen Beratungsgesellschaften wie Boston Consulting, McKinsey, aber auch Pure-Player wie Goldman bessere Karriereperspektiven.

Die gesunkene Attraktivität der Banken könnte nun dazu führen, dass BWL- und MBA-Studiengänge sehr viel weniger nachgefragt werden, spekuliert das Magazin. Wenn die Krise in einigen Jahren überstanden sein sollte, hätten die Finanzdienstleister freilich ein Problem – ihnen würde es schlicht und einfach an qualifizierten Nachwuchskräften fehlen.

Was meinen Sie? Können Sie die Ergebnisse dieser Umfrage nachvollziehen, oder handelt es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme, der man bei der Karriereplanung keine allzug große Aufmerksamkeit schenken sollte?

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