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Nach Entlassungen dünnen Fondsgesellschaften Produktpalette aus

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS und Allianz Global Investors (AGI) reagieren mit Schließungen und Zusammenlegungen auf die Folgen der Finanzkrise.

Dass sich die Allianz-Tochter im großen Stil von Fonds trennt, kann freilich niemanden überraschen. Schließlich hatte die Allianz im Zuge des Verkaufs der Dresdner Bank an die Commerzbank im Gegenzug die Commerzbank-Fonds-Tochter Cominvest übernommen. Und da sich die Adressaten ähneln, konnte man sich an zwei Händen abzählen, dass viele Produkte überflüssig – weil quasi doppelt – verkauft wurden.

Bis zum Ende des Jahres will AGI 53 Fonds mit einem Volumen von 830 Mio. Euro verschmelzen und 20 Fonds mit einem Volumen von rund 205 Mio Euro schließen. 2010 will die Allianz-Tochter zusätzlich 35 Publikumsfonds verschmelzen. Die Zahl der Produkte sinkt dadurch auf 365.

Die Fondsgesellschaften reagieren damit auf den Geschäftsrückgang: 2008 hatten Anleger fast 28 Mrd. Euro aus Publikumsfonds abgezogen. Auch im ersten Halbjahr 2009 litten einige große Anbieter unter Mittelabflüssen. Allein 2008 und 2009 verloren Publikumsfonds der Allianz-Tochter rund 12 Mrd. Euro Anlegergeld.

Auch die DWS und die genossenschaftliche Union Investment mussten empfindliche Einbußen hinnehmen.

Neben der DWS und Allianz GI hatte in jüngster Zeit vor allem Fidelity mit Entlassungen und Stellenstreichungen auf das rückläufige Geschäft reagiert.

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