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GASTKOMMENTAR: Was Sie in einem Private Equity-Vorstellungsgepsräch erwarten können

Mit der Private Equity-Branche scheint es bergauf zu gehen. Nach zwei langen Jahren der Rezession suchen Unternehmen jetzt verzweifelt nach Kapital. Denn ihr Eigenkapital reicht für keine großen Sprünge. Henry Kravis und Steve Schwartzman müssen sich schon die Finger lecken.

Die Investoren wissen dies und verteilen das Kapitals entsprechend in dem Sektor. Private Equity-Firmen bereiten sich auf das größte Fundraising seit den Boomzeiten vor. Selbst der mittelgroße Fonds Montaigu konnte kürzlich 2 Mrd. Euro in seinem ersten Fundraising seit seinem Spinoff von HSBC eintreiben.

Wie es oftmals in den Finanzdienstleistungen der Fall ist, stellen die Schlussfolgerungen keine große Kunst dar. Größere Assets under Management bedeuten höhere Managementgebühren und bringen mehr Geld mit sich, das für Gehälter ausgegeben werden kann. Außerdem müssen die Fonds das Kapital verteilen und benötigen Personal, um Investmentchancen zu analysieren und umzusetzen. Als Folge davon sollte der Personalaufbau weitergehen.

Beim Private Equity handelt es sich um kein Beratungsgeschäft

Falls Sie sich entschieden haben, einen Job im Private Equity zu suchen, wie können Sie sich dann optimal auf Vorstellungsgespräche vorbereiten, wenn alles woran Sie gewöhnt sind, Beratungstätigkeit ist?

Auch wenn es offensichtlich sein sollte, besteht der Hauptunterschied darin, wie ein Investor zu denken. Berater sind ans Pitchen und ans Aufstellen von Modellen gewöhnt. Eine Standardkritik der Buyside besteht darin, dass die Bewerber die Probleme niemals richtig durchdenken, mit denen Käufer und potenzielle Eigentümer dieser Geschäftsmodelle konfrontiert sind.

Als ich den Wechsel auf die Buyside unternahm, sah ich eben hierin einen Schlüsselfaktor. Ich habe unten vier Punkte aufgelistet, die Ihnen dabei helfen, in die Gedankenwelt des Private Equity einzudringen.

1. Denken Sie wie ein Chef

Jetzt obliegt Ihnen die Kontrolle, Sie sind kein Berater mehr. Die Zeit der Unterwürfigkeit ist vorbei. Zeigen Sie, dass Sie darüber hinwegsehen können, dass Sie gerade einmal halb so alt wie die Person sind, die Ihnen auf der anderen Seite des Tisches gegenüber sitzt. Nehmen Sie die Körpersprache, den Ton und die Sprechweise an, die von Selbstvertrauen zeugen und nicht von Arroganz.

2. Zeigen Sie Überzeugungskraft

Auch nachdem die Entscheidungen gefällt worden sind und das Kapital investiert wurde, reißen die Herausforderungen nicht ab. Manchmal entwickeln sich die Anlagen nicht wie die Geschäftspläne und Management Projektionen es vorsehen, die Sie sich ausgedacht haben. Das heißt noch nicht, dass nicht doch noch ein Ausstieg mit Gewinn möglich ist, doch Sie müssen zeigen, dass Sie mit Rückschlägen umgehen können.

3. Begreifen Sie die Branche oder die Teilbranche

Seien Sie bereit, eine Idee vorzubringen, einschließlich eines Finanzierungsmodells sowie eines profunden Verständnisses für die Komplexität des Geschäftsmodells. Beachten Sie auch den Investitionszyklus und die Kapitalveränderungen, die erforderlich werden, wenn ein Unternehmen wächst und reifer wird, ebenso wie weitere Faktoren wie die Fähigkeit des Managements, seine neue Rolle zu akzeptieren und für Private Equity zu arbeiten und Sie zu guter Arbeit zu motivieren.

4. Seien Sie sorgfältig

Private Equity erfordert, dass Sie sowohl wie ein Banker denken, der die Finanzen, den Cashflow und die Bewertung kennt, als auch wie ein Management-Berater, der Verständnis für Integrationsprobleme, eine Buy-and-Build-Strategie usf. mitbringt.

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