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Gar nicht so schlecht: Commerzbank tarnt Cashboni als Aktien

Ex-Commerzbank-Personalvorstand Ulrich Sieber (Foto: Claudia Kempf, Commerzbank AG)

Ex-Commerzbank-Personalvorstand Ulrich Sieber (Foto: Claudia Kempf, Commerzbank AG)

An Kreativität lässt sich die Commerzbank schwerlich übertreffen. Mit ihrem Coup, Teile der Boni als Aktien auszugeben, schlägt das Institut gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: So kann das teilverstaatlichte Institut einerseits sein Eigenkapital erhöhen und andererseits seine Mitarbeiter de facto mit Cash beglücken, während bei anderen Banken Bonusansprüche aufgeschoben und unter verschiedenen Bedingungen gewährt werden.

So teilte die Commerzbank jetzt mit, dass 90 Prozent der betroffenen Mitarbeiter das Angebot angenommen hätten. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von 213,8 Mio. Euro, die auf diese Weise unter die Mitarbeiter gebracht. Die Zahl der umlaufenden Aktien wird durch die Maßnahme um 3,2 Prozent auf 5,77 Mrd. steigen.

Die neuen Aktien sollen „voraussichtlich ab dem 2. Juli 2012 in den Börsenhandel einbezogen werden“, womit die Mitarbeiter diese sofort in Cash umwandeln können. Und dies wird auch geschehen. Denn 73 Prozent der Papiere im Wert von 128,3 Mio. Euro werden mit Hilfe der Deutschen Bank sofort bei Investoren platziert.

Sieber bemühte sich indes auch, der Maßnahme einen positiven Anspruch zu geben. Die Resonanz bei den Mitarbeitern habe die Erwartungen übertroffen. „Vor allem haben die Mitarbeiter ein deutliches Signal der Verbundenheit gesetzt“, sagte Sieber.

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