☰ Menu eFinancialCareers

Schwule und Lesben im Banking: Mitarbeiternetzwerk der Commerzbank feiert zehnjähriges Bestehen

Gay flag

So ändern sich die Zeiten. Während schwul sein in Banken in grauer Vorzeit ein absolutes Tabu war, gratuliert heute Personalvorstand Ulrich Sieber der schwul-lesbischen Mitarbeitervereinigung ARCOR zum zehnjährigen Bestehen – und das auf dem Wege einer Pressemitteilung. „Ich gratuliere ARCO ganz herzlich zum runden Geburtstag. Die Mitglieder von ARCO haben unsere Unternehmenskultur in den vergangenen zehn Jahren mitgeprägt“, sagte Sieber.

ARCO wurde auf Mitarbeiter-Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Commerzbank im Jahr 2002 gegründet. Heute zählt das Netzwerk rund 400 Mitglieder. Laut einer Online-Befragung aus dem Jahre 2009 gaben 80 Prozent der Mitglieder an, sich privat und in der Bank geoutet zu haben.

Ziel von ARCO sei es, dass jeder Mitarbeiter ungeachtet seiner sexuellen Orientierung unbelastet seiner Arbeit nachgehen und seine beruflichen Ziele verfolgen könne. „Viele Kolleginnen und Kollegen sprechen auch über persönliche Dinge. Wer dann regelmäßig über sein Privatleben und den Partner schweigen würde, fiele irgendwann auf. Auch dank der Arbeit von ARCO muss bei der Commerzbank niemand seine Identität verstecken“, betonte ARCO-Sprecher Christian D. Weis.

Die Commerzbank zählt das Netzwerk zu seiner Diversity-Strategie. „Wir sind darauf angewiesen, das Potenzial aller Mitarbeiter zu nutzen. Damit wir erfolgreich sind und im Wettbewerb bestehen können, müssen wir die besten Talente für uns gewinnen. Deshalb darf auch die sexuelle Orientierung – neben Geschlecht, Alter, Religion und anderen persönlichen Merkmalen – keine Rolle spielen“, ergänzte Group Human Resources-Chef Albert Reicherzer.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier