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BONI-WAHNSINN: Goldman Sachs dürfte 2008/09 trotz Krise alle Rekorde brechen

An der Wall Street werden die Gehälter der Banker trotz anhaltender Finanzkrise in diesem Jahr wieder kräftig steigen. Allein Goldman Sachs könnte doppelt so viel ausschütten wie 2008.

Sollte Goldman in der zweiten Jahreshälfte so gut verdienen wie in der ersten, dann könnte der Branchenprimus in diesem Jahr die Wahnsinnssumme von 20 Mrd. Dollar an seine Mitarbeiter ausschütten. Das hat jedenfalls das Wall Street Journal ausgerechnet.

Das wären pro Kopf rund 700.000 Dollar – und fast doppelt so viel wie im Krisenjahr 2008. Damals schüttete Goldman die immer noch unglaubliche Summe von durchschnittlich 363.000 Dollar aus.

Sollte das Journal richtig rechnen, würde die Summe in diesem Jahr sogar das Niveau des bisherigen Rekordjahrs 2007 übertreffen. Damals – als sich die Auswirkungen der Subprime-Krise erst in den zwölf Monaten danach in der Realwirtschaft bemerkbar machten, kassierten die “Goldis” einen Durchschnittsbonus von 661.000 Dollar.

Pikant: Viele Banken kommen derzeit nur mit Milliardenspritzen der nationalen Steuerzahler über die Runden. Gleichzeitig überfluten die Notenbanken die Märkte mit Liquidität. Da gleichzeitig viele Unternehmen wegen der Wirtschaftskrise dringend Geld brauchen, begeben sie im großen Stil Anleihen.

Für Goldman Sachs, aber auch andere Investmentbanken, die wie die Deutsche Bank, Credit Suisse und JP Morgan gestärkt aus der Krise hervorgehen, ist das wie eine Lizenz zum Gewinne drucken. Außerdem nutzen die Banken die neuen Bilanzregeln, mit denen sich die Berge an Schrottpapieren aufhübschen lassen.

Für sehr gute Investmentbanker werden am Markt inzwischen absurde Preise gezahlt – und wieder sitzen die Steuerzahler mit im Boot. Vor kurzem berichtete die britische Times von einem Londoner Banker, dem ein potenzieller US-Arbeitgeber 20 Mio. Pfund geboten haben soll.

Da darf man schon die Frage stellen: Haben die nichts gelernt?

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