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Frankfurter Privatbank gehört nun dem niederländischen Staat

Überraschende Entwicklung bei Delbrück Bethmann Maffei: Die Frankfurter Privatbank, die eigentlich im Zuge der Zerschlagung des niederländischen Mutterkonzerns ABN Amro an die belgische Fortis-Gruppe verkauft werden sollte, gehört nun plötzlich dem holländischen Steuerzahler.

Erst in der vergangenen Woche hatten die BeNeLux-Staaten für den angeschlagenen belgisch-niederländischen Finanzkonzern ein Rettungspaket geschnürt. Die Übergabe der vor vier Jahren aus der Fuson von vier Instituten hervorgegangene Delbrück Bethmann Maffei AG an Fortis war daraufhin ausgesetzt worden.

Heute gab die niederländische Regierung bekannt, für 16,8 Mrd Euro den niederländischen Teil der Gruppe zu übernehmen – bestehend aus Fortis Bank Niederlande, deren Versicherungsgeschäft sowie die im vergangenen Jahr von Fortis erworbenen Teile von ABN Amro.

Damit gehört aber auch die kleine, aber feine Privatbank Delbrück Bethmann Maffei plötzlich der niederländischen Regierung. Ein Unternehmenssprecher des Frankfurter Instituts wollte die jüngsten Ereignisse zwar nicht kommentieren. Doch es gilt als sicher, dass die Privatbank mit ihren 400 Mitarbeitern und zehn Filialen verkauft wird, wenn sich die Finanzmärkte beruhigt haben.

Den Rest von Fortis in Belgien und Luxemburg hat übrigens die französische BNP Paribas für 14,5 Milliarden Euro erworben.

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