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Neue Hoffnung für BHF-Mitarbeiter: Finanzinvestor RHJ unternimmt neuen Anlauf zur Übernahme

Die BHF-Bank in Frankfurt.

Die BHF-Bank in Frankfurt.

Banken lassen sich derzeit so leicht verkaufen wie Schokoweihnachstmänner in der Sommerhitze. Dennoch sind jetzt die Chancen der Deutschen Bank gestiegen, ihren Ladenhüter BHF-Bank doch noch an den Mann zu bringen. So bestätigte der Finanzinvestor RHJ International jetzt, die Unterstützung von Co-Investoren für die Übernahme gefunden zu haben und in „informelle“ Beratungsgespräche mit der deutschen Finanzaufsicht BaFin eingetreten zu sein.

Nach Brancheninformationen ist von fünf Co-Investoren die Rede. Obgleich die Namen nicht verraten wurden, könnte sich nach älteren Angaben die große US-Investmentgesellschaft Blackrock darunter befinden. Falls RHJ  International sich bei der BaFin offiziell um eine Übernahme bemüht, hat die Behörde zwei Monate Zeit um das Anliegen zu prüfen.

Die Bestätigung von RHJ International stellt für die noch 1500 Mitarbeiter der Frankfurter BHF-Bank eine gute Nachricht dar. Denn falls die Deutsche Bank nicht in der Lage wäre, die im Zuge der Sal. Oppenheim-Übernahme in ihren Besitz geratene BHF-Bank zu verkaufen, bliebe nur noch die Integration des Tochterunternehmens übrig.

Dies würde wohl eher einer Zerschlagung der Bank mit einem beträchtlichen Mitarbeiterabbau gleichkommen. In den vergangenen Monaten hatte das Institut Bank bereits seine Kosten deutlich gesenkt und in den ersten Monaten des Jahres angeblich schwarze Zahlen geschrieben.

Dennoch sollten sich die BHF-Mitarbeiter nicht zu früh freuen. Denn bereits im vergangenen Jahr ist der Verkauf der Bank an die Liechtensteiner LGT Bank – trotz eines unterschriftsreifen Vertrages – im letzten Moment von der BaFin abgeblasen worden.

Darüber hinaus handelt es sich nicht um den ersten Versuch von RHJ International, die BHF Bank zu übernehmen. Vielmehr musste der Finanzinvestor vor einigen Monaten einen Antrag bei der BaFin wegen mangelnder Finanzierung zurückziehen. Kürzlich war die Deutsche Bank überdies bei dem Verkauf ihrer Asset Management Sparte ebenfalls nach fortgeschrittenen Verhandlungen gescheitert.

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