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INTERVIEW mit deutschem Fidelity-Fondsmanager: Praktika sind für den Einstieg äußerst ratsam

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Christian von Engelbrechten managt bei der internationalen Fondsgesellschaft Fidelity den Fidelity Germany Fund. In einem Interview erzählt der Fondsmanager von seiner Karriere und gibt wichtige Tipps für Studenten.

Welche Hochschule haben Sie besucht?

Ich habe Internationale Betriebswirtschaftslehre an der International School of Management in Dortmund, der European Business School in London und der Columbia University in New York studiert. Während meines Studiums habe ich mich auf Finanzen spezialisiert und in Praktika erste Berufserfahrungen bei der Deutschen Bank, Sal. Oppenheim und Hornblower Fischer erworben.

Welches war Ihr erster Job im Fondsmanagement?

Meinen ersten Job trat ich in 2002 bei WestLB Asset Management an, wo ich für die Investitionen unserer europäischen Aktienfonds in Banken zuständig war.

Wann haben Sie bei Fidelity angefangen?

Nachdem ich mittlerweile ein CFA-Charterholder war, begann ich in 2005 bei Fidelity als Analyst für deutsche Aktien. Ich beschritt den klassischen Weg einer Karriere bei Fidelity: Zunächst begann ich für einige Jahre als Analyst, dann wurde ich Assistent eines Portfoliomanagers, bis ich schließlich das Management der deutschen Aktienfonds übernahm.

Worin bestehen die drei Hauptaufgaben Ihres Jobs?

Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Investment-Entscheidungen über etwa 800 Mio. Euro (Stand Juni 2012) an Assets under Management der deutschen Aktienfonds zu fällen, für die ich verantwortlich bin. Dies schließt Meetings mit dem Topmanagement deutscher Unternehmen, ihren Wettbewerbern und Kunden ebenso ein wie eine intensive Zusammenarbeit mit unseren Analysten, die Experten für ihre Wirtschaftssektoren und Unternehmen sind. Auf Basis der Fundamentalanalyse entwickeln wir detaillierte Finanz-Modelle, mit denen wir das Gewinnpotenzial eines Unternehmens ebenso untersuchen wie seinen Wert. Daraus schließen wir, welche Unternehmen am vielversprechendsten sind und in die Fonds gehören. Eine weitere wichtige Aufgabe meines Jobs besteht in Meetings mit Kunden und den dazugehörigen Präsentationen.

Worin bestehen die Nachteile?

Da ich meinen Job wirklich mag, gibt es aus meiner Sicht nicht viele Nachteile. Sicherlich können Reisen und lange Arbeitszeiten von Zeit zu Zeit  anstrengend sein. Doch diese Punkte kosten nicht allzu viel Energie, solange Sie Ihren Job wirklich mögen.

Welche Tipps würden Sie Absolventen mitgeben, wenn sie eine Karriere im Fondsmanagement anstreben?

Um in diesem Job erfolgreich zu sein, bedarf es analytischer Fähigkeiten, der Leidenschaft, sich mit Geschäftsmodellen zu beschäftigen, und viel Ausdauer. Ich denke, dass Studenten in Praktika herausfinden sollten, ob dies das Richtige für sie ist. Außerdem hilft dies dabei, schon frühzeitig Kontakte zu knüpfen.


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