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Top-Thema:2015 voraus: Welche Karrierechancen das neue Jahr bringt

Wieso der Credit Suisse Amerikaner mehr wert sind als Schweizer und andere spannende Fakten aus dem Vergütungsbericht 2011

Credit Suisse

Seit der Finanzkrise sind die Grossbanken gesetzlich gezwungen, wesentlich detailliertere Vergütungsberichte als zuvor zu veröffentlichen. Daher liest sich der am heutigen Freitag (23. März) vorgelegte Vergütungsbericht 2011 der Credit Suisse spannender als so mancher Roman. Wir haben das Konvolut durchgearbeitet und die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt:

Die Einkommensmillionäre: Wieso Sie zu den 487 Risikonehmern zählen sollten

Falls Sie zu den sogenannten 487 Risikonehmern der Credit Suisse zählen, dann sind Sie zumindest finanziell ein gemachter Mann. Denn jeder Risikonehmer kassiert für das Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich gut 1,9 Mio. Franken, wovon 474.000 (25 Prozent) auf die Festgehälter und 1,413 Mio. (75 Prozent) auf die Boni entfallen.

Kein Wunder, dass die Betroffenen mit ihrem Job recht zufrieden scheinen. Denn die Fluktuation fällt mit gut 5 Prozent in 2011 recht bescheiden aus. Lediglich 27 Risikonehmer haben im vergangenen Geschäftsjahr das Unternehmen verlassen.

Quelle: Credit Suisse Vergütungsbericht 2011

Die Spitzenverdiener: Fast 8000 Mitarbeiter kassieren mehr als 250.000 Franken

Erst Mitarbeiter mit einer Gesamtvergütung von mehr als 250.000 Franken oder US-Dollar erhalten Teile ihrer Boni in aktienbasierter und aufgeschobener Form, wobei die Auszahlung dieser Bestandteile zu gleichen Teilen über drei Jahre gestreckt wird.

Zu dieser Gruppe der Spitzenverdiener zählten bei der Credit Suisse in 2011 immerhin 7719 Mitarbeiter, was fast 16 Prozent der Gesamtmitarbeiterzahl sind. Der Anteil der aufgeschobenen Bestandteile steigt mit der Höhe der Gesamtvergütung sukzessive an, was die folgende Tabelle verdeutlicht.

Quelle: Credit Suisse Vergütungsbericht 2011

Zückerchen für die niederen Gehaltsklassen: Kleinverdiener erhalten Cash

Bei de Credit Suisse zählen sämtliche Mitarbeiter mit einer Gesamtvergütung von weniger als 250.000 Franken zu den Kleinverdienern, die ihre gesamten Bezüge in bar erhalten. Zu dieser Gruppe zählen mit gut 36.000 Personen immerhin das Gros der Mitarbeiter. Damit hat die Credit Suisse die deferral-freie Vergütungsgrenze in 2011 von 50.000 auf 250.000 Franken oder US-Dollar deutlich angehoben. Dazu heisst es im Vergütungsbericht: „Mit der Anbindung der Höhe der aufgeschobenen Vergütung an die Gesamtvergütung haben wir uns der Praxis unserer Mitbewerber angenähert und die Attraktivität unserer Vergütungsstruktur insbesondere für Nachwuchskräfte oder Mitarbeitende tieferer Einkommensklassen erhöht.“

Quelle: Credit Suisse Vergütungsbericht 2011

Konzernweit sinken die Vergütungen

Die Summe der Fixgehälter sind in 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 8,058 Mrd. Franken gesunken, der Bonuspool purzelte sogar um 40,8 Prozent auf 2,988 Mrd. Franken. Die Gesamtvergütung verminderte sich um 18 Prozent auf 11,761 Mrd. Franken. Damit belief sich der Bonusanteil auf lediglich 25,4 Prozent.

Jeder der 49.700 Mitarbeiter strich also rein rechnerisch ein Festgehalt von gut 162.000 Franken und einen Bonus von gut 60.000 Franken ein. Insgesamt belief sich die Gesamtvergütung pro Kopf also auf knapp 237.000 Franken, was fast 50.000 Franken weniger als im Vorjahr waren.

Quelle: Credit Suisse Vergütungsbericht 2011

Schweizer sind weniger als Amerikaner, andere Europäer und Asiaten wert

Schweizer Mitarbeiter scheinen indes der Unternehmensführung weniger als andere Beschäftige wert zu sein. Denn während die Beschäftigten in der Schweiz ein Drittel der Credit Suisse-Erträge generierten, belief sich ihr Anteil am Personalaufwand gerade einmal auf ein Viertel. Ganz anders in Amerika: Dort waren die Mitarbeiter lediglich für 30 Prozent der Gesamterträge der Bank verantwortlich, auf sie entfielen indes 34 Prozent des Personalaufwands. In Asien beliefen sich diese Werte auf 11 zu 13 Prozent und im übrigen Europa, dem Mittleren Osten und Afrika auf 26 zu 28 Prozent. Von dieser Diskrepanz dürften vor allem die Investmentbanker in New York und London profitieren, in im abgelaufenen Geschäftsjahr ein eher bescheidenes Ergebnis abgeliefert haben.

Quelle: Credit Suisse Vergütungsbericht 2011

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