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Schweizer Banker helfen bei Personalsuche (Teil 1)

Auf ihrer Suche nach qualifizierten Mitarbeitern lassen sich Schweizer Banken von ihren Angestellten helfen – und zahlen dafür Prämien.

Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt herrscht große Enge. Bei einer Arbeitslosenquote von rund 4 % sind insbesondere qualifizierte Spezialisten im starken Schweizer Finanzsektor gesucht. Die großen eidgenössischen Banken setzen bei der Suche nach Personal immer häufiger auf die Hilfe ihrer Mitarbeiter.

Das Prinzip ist einfach: Mitarbeiter, die erfolgreich neues Personal an ihren eigenen Arbeitgeber vermitteln, werden mit Prämienzahlungen belohnt. “Da der Arbeitsmarkt für qualifizierte Mitarbeitende sehr angespannt ist, möchte die ZKB möglichst viele ihrer Mitarbeitenden ermuntern, in ihrem Umfeld Mitarbeitende für die ZKB zu gewinnen,” erklärt Urs Ackermann, Sprecher der Zürcher Kantonalbank, die Funktionsweise des Vermittlungsprogramms seines Arbeitgebers.

“Alle ZKB-Mitarbeitenden können geeignete Personen aus ihrem Bekannten- oder Freundeskreis für eine offene Stelle empfehlen. Eine solche Vermittlung ist in allen Bereichen der Bank erwünscht,” so Ackermann weiter. Lediglich Mitglieder der Direktion und Mitarbeiter im Human Resources-Bereich, die “von Amts wegen” mit der Gewinnung neuer Mitarbeiter betraut sind, sind vom Programm der ZKB ausgeschlossen.

Ähnlich sieht es bei der Credit Suisse aus. Die international operierende Bank entrichtet schon seit vielen Jahren Vermittlungsprämien an ihre Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurde fast jeder fünfte Mitarbeitende auf diesem Weg rekrutiert.

Hier sind neben den bereits genannten Personengruppen auch Führungskräfte, die neue Mitarbeitende für den eigenen Führungsbereich vermitteln, nicht prämienberechtigt. “Keine Vermittlungsprämien werden außerdem ausgerichtet bei der Vermittlung von Young Talents, das heißt Lehrlinge, Mittelschulpraktikanten, Fachhochschul- und Hochschulabsolventen, von Mitarbeitenden mit befristeten Arbeitsverträgen sowie von Familienangehörigen,” so Nicole Sabine Pfister-Bachmann von der Kommunikationsabteilung der Private Banking-Division der Züricher.

Spezialisten gesucht

Die Suche nach Fachspezialisten beschreiben sowohl Pfister-Bachmann als auch Ackermann unisono als “schwierig”. Die offenen Stellen, deren Besetzung sich beide Banken nicht zuletzt durch ihre Vermittlungsprogramme erhoffen, stammen daher aus ganz unterschiedlichen Bereichen: “Eine Vermittlung ist grundsätzlich in allen Bereichen der Bank erwünscht,” so Ackermann. “Ausgeschrieben waren per Ende März 2006 rund 50 Stellen für folgenden Funktionen: Kundenbetreuer fürs Privatkunden-, Firmenkunden- und Private Banking-Geschäft, Logistiker, Informatiker sowie Finanzspezialisten. Weitere Stellen sind jeweils intern ausgeschrieben.”

Bei der Credit Suisse besteht derzeit die größte Nachfrage nach Kundenberatern, Spezialisten aus den Bereichen IT und Trading & Sales, Projektleiter sowie Funktionen in den Stabsbereichen Legal, Human Resources und Marketing. Allein in der Schweiz sucht Credit Suisse aktuell rund 400 Mitarbeiter, hinzu kommen die international tätigen Tochtergesellschaften, für die das Vermittlungsprogramm ebenfalls gilt.

Lesen Sie im zweiten Teil alles über die Höhe der Prämien und den Erfolg der Vermittlungsprogramme.

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