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Die sieben peinlichsten Modefehler von Banken-Praktikanten

Banking intern dress code

Jedes Praktikum stellt ein kleines Abenteuer dar – nicht nur für die Praktikanten selbst. Vielmehr sind die Altbanker gespannt, wer denn da so den Fuss durch die Tür setzt. Dabei scheitert so mancher Praktikant schon an der Kleidungsfrage. Wir haben erfahrene Banker nach ihren schlimmsten Erlebnissen gefragt:

1. Der Schnäppchen-Anzug, den Mutti gekauft hat

Klassischer Schnitt, miese Qualität und ein unschlagbarer Preis. Mutti meinte es sicherlich gut, als sie für dieses Schnäppchen nicht allzu tief in die Tasche griff. Doch bei gestandenen Bankern kommt ein solches Schmuckstück selten gut an. „Bei uns tauchen Praktikanten in Anzügen auf, die ihre Mutter gekauft haben“, klagt ein Banker, der schon so manchen Praktikantenjahrgang miterlebt hat. „Die sehen alle aus wie Vertreter für Fotokopierer.“

2. Die unanständig teure Uhr

Auch wenn Banker – nicht ganz zu Unrecht – im Ruf stehen, sündhaft hohe Gehälter zu kassieren, kommen Statussymbole nicht immer gut an. Wenn also ein 21jähriger mit der Rolex durch den Handelssaal stolziert, kann dies anstössig wirken. „Edle Uhren waren bei Goldman Sachs niemals üblich“, erzählt ein ehemaliger Goldman Sachs-Partner. „Blankfein selbst trägt eine billige Casio. Ein Praktikant mit einer Nobeluhr hiterlässt schon einen sonderbaren Eindruck. Ein Kind mit viel Geld beeindruckt niemanden.“

„Ich hatte schon einen Praktikanten, der hier mit einer Uhr auftauchte, die teurer als mein Auto war“, klagt ein Fondsmanager. „Das stellt einen Riesenfehler dar.“

3. Strassenkleidung

Eigentlich sollte dies jeder angehende Banker wissen: Niemand sollte mit seiner Alltagskleidung von der Uni bei seinem Bankpraktikum auftauchen. „Wir hatten hier schon einen hinterwäldlerischen amerikanischen Studenten, den wir als Teil eines Vertrags mit einem Pensionsfonds aus der Provinz übernommen haben. Er pflegte im angesagten ,Bro’ Stil‘ aufzutauchen: Mit Trainingshose und lässigem Hemd. Wenn Kunden bei uns vorbeischauten, haben wir ihn in die Toilette geschickt“, erzählt ein Portfoliomanager.

4. Treten Sie nicht wie ein lebendiges Klischee auf

Allerdings sollte sich auch kein Praktikant allzu sehr an den herrschenden Bankerklischees orientieren. Vermeiden Sie also Hosenträger oder Schirm und Melone. „Es überrascht mich immer wieder, wie jemand so daneben liegen kann“, erzählt eine Aktienexpertin. „Es ist doch ganz einfach: Dunkle Anzüge, helle Hemden, konservative Schuhe und Accessoires…“

„Es geht überhaupt nicht darum, sich aufzustylen“, ergänzt der Goldman Sachs-Partner. „Sie brauchen einen dunklen zweiteiligen Anzug, zwei oder drei Hemden (weiss oder blau, ohne Muster) und zwei schlichte Krawatten. Ein Fünferpack Socken – das war‘s.“

5. Eine billige, schlecht gebundene Krawatte

Krawatten erfreuen sich in Banken abnehmender Beliebtheit. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall eine schlecht gebundene Krawatte. Auch sollte der Schlips nicht das exakt gleiche Modell sein, wie es der Wachmann trägt. Kein Witz, das ist schon vorgekommen.

6. Zu trendig herumzulaufen

Praktikantinnen stehen vor einer ungleich grösseren Herausforderung als ihre männlichen Kollegen. Die Aktienexpertin warnt junge Frauen davor, allzu modebewusst aufzutreten. „Das ist hier keine Modenschau. Versuchen Sie also nicht ‚hipp und trendy‘ zu wirken. Sie wollen nicht, dass sich jemand an Sie wegen Ihrer Kleidung erinnert – gleich ob gut oder schlecht. Sie wollen, dass Sie für Ihre Arbeit und Ihre Ideen geschätzt werden“, warnt sie. Vielmehr sollten Sie sich wie Ihre männlichen Kollegen an einer klassisch eleganten Kleidung orientieren. Also keine Plateau- oder zehenfreie Schuhe.

7. Vermeiden Sie verschwitzte Hemden

Niemand möchte weiter, dass sich die Leute an seinen Achselschweiss erinnern. „Ich habe schon einige Praktikanten gesehen, die mit einem durchschwitzten Hemd wie ein gestochenes Schwein herumgelaufen sind. Entweder wechseln Sie Ihre Hemden oder tragen Unterhemden. Das kann schon krass sein“, berichtet die Aktienexpertin. Der Goldman Sachs-Partner rät, bügeln zu lernen. „Ein Stärkespray hat schon so manches Leben gerettet.“

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