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7 Dinge, die man über das Gehalt bei Tidjane Thiams Credit Suisse wissen muss

Moody-Credit-Suisse

Der Gehaltsbericht der Credit Suisse für 2015 ist draussen. Vorstandschef Tidjane Thiam  hat zwar recht gut abgeschnitten (1,58 Mio. Franken Gehalt und 2,9 Mio. Franken an Boni, wobei er selbst um eine Kürzung der Boni um 40 Prozent gebeten hat), aber nicht so gut wie Sergio Ermotti von der UBS mit seinen 14 Mio. Franken. Die Gehaltsunterschiede zwischen den beiden Banken fallen bei den anderen Angestellten weniger dramatisch aus.

Wer mit dem Gedanken spielt, bei der Credit Suisse zu arbeiten, sollte folgendes über die dortige Bezahlung wissen – basierend auf den Zahlen für 2015.

1. Die Bezahlung bei der Credit Suisse fällt niedriger als bei der UBS aus 


2. Bei der UBS wird mehr bar ausgezahlt als bei der Credit Suisse


3. Die Credit Suisse hat in den Abteilungen Global Markets, Investmentbanking und Capital Markets stark an den Boni gedreht

„Die Zahlen in Global Markets, Investmentbanking und Capital Markets gingen über 30 Prozent zurück,” heisst es im Vergütungsbericht der Credit Suisse. „In diesen Abteilungen sanken 2015 die variablen Zahlungen um mehr als 50 Prozent für 31 Prozent der Beschäftigten,“ ist dem Bericht ebenfalls zu entnehmen.

4. Die verzögerten Zahlungen sind bei der Credit Suisse in Ordnung

Der Baranteil am Gesamtpaket überwiegt bei der Credit Suisse (inklusive Gehalt und positionsabhängiger Zuschläge). Die Bank reduziert den Teil verzögerter Boni mit Absicht. In 2015 ist der Anteil dieser Vergütung im Konzern auf 43 Prozent gefallen. Im Vorjahr waren es noch 48 Prozent. Es geht dabei jedoch nicht um Altruismus den Angestellten gegenüber. Vielmehr erhöht dies die Kostenkontrolle in der Zukunft.

Einzelzahlungen bis 250.000 Franken werden bei der Credit Suisse vollständig in bar bezahlt. Die jährliche Gesamtbarzahlung ist jedoch auf 2 Mio. Franken begrenzt. Die Obergrenze liegt in der UBS schon bei 1 Mio. Franken, Einzelzahlungen können aber bis 300.000 Franken in bar erfolgen.

Verzögerte Zahlungen bei der Credit Suisse sind nicht so restriktiv wie bei der UBS. Dort werden die Boni über fünf Jahre verteilt übertragen, wobei die Auszahlung frühestens im dritten Jahr beginnt. Manchmal erfolgt sie auch nur im fünften Jahr. Bei der Credit Suisse beträgt die längste Frist drei Jahre, wobei es auch hier Auszahlungsschemata gibt, die vollständig im letzten Jahr ausgeführt werden.

5. Die verzögerten Boni sind bei der Credit Suisse für die Wall Street weniger ausgeprägt

In den USA werden bei der Credit Suisse kleinere Teile des Bonus verzögert ausbezahlt als in London. „Der Anteil der verzögerten Zahlungen bewegte sich in 2015 zwischen 17,5 und 60 Prozent der variablen Vergütung für in den USA Beschäftigte und anderswo zwischen 17,5 und 85 Prozent,“ heisst es im Vergütungsbericht. Dies diente dazu „sich besser an der Marktpraxis und die lokalen Bedingungen zu orientieren.“

6. Die Credit Suisse musste tief in die Tasche greifen, um viele Leute zu halten

Wollen die Leute die Credit Suisse verlassen? Im abgelaufenen Jahr musste die Bank für 236 Leute „besondere Lohnvereinbarungen“ treffen, damit „wettbewerbsfähige Gehälter gezahlt und Talente im Hause gehalten werden konnten.

7. Wenn nötig, hilft die Credit Suisse ihren Leuten bei Darlehen

Wie bei der UBS, wo der Leiter vom EMEA Asset Management bei seinem Arbeitgeber 10 Mio. Franken aufgenommen hat, hilft die Credit Suisse ihren Angestellten bei Darlehen für Hypotheken und anderen Dinge aus. In 2015 war das mit Abstand grösste Darlehen für einen Angestellten bei der Credit Suisse auf Thomas Gottstein von der Schweizer Universalbank ausgestellt. Das Darlehen beläuft sich auf 8 Mio. Franken.

 

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